Ökumenische Zentren

Klärung

Ein Ökumenisches Zentrum vereint auf einem Gelände ein oder mehrere Gebäude, die von mehreren christlichen Konfessionen genutzt werden. Es ist eine moderne Form bzw. eine Weiterentwicklung der Simultankirche.
Im Allgemeinen wird darunter die beiden volkskirchlichen Konfessionen – römisch-katholisch und evangelisch (je nach Landeskirche evangelisch-lutherisch oder -uniert) verstanden. Es gibt aber auch Ökumenische Zentren, die mehr oder auch andere christliche Konfessionen vereinen, manchmal ohne gottesdienstliche Räume, dann oft mehr mit Begegnungs- und Bildungscharakter.

Der ökumenische Aufbruch in der römisch-katholischen Kirche seit dem Ökumenismusdekret Unitatis redintegratio des II. Vatikanischen Konzils vom 21. November 1964 mit der Abkehr von der Rückkehr-Ökumene und der Beteiligung der römisch-katholischen Kirche an der ökumenischen Bewegung führt in Deutschland dazu, das neue Denken auch im Kirchenbau zu manifestieren.

Liste der ökumenischen Zentren

Die folgende Liste wurde als Power-Point-Präsentation auf dem 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 3. bis 6. Juni 2015 in Stuttgart im Stand „Ökumenische Zentren Deutschlands“ auf dem Markt der Möglichkeiten in der Zelthalle 1 präsentiert.                         DOWNLOAD

Liste der Ökumenischen Zentren – beide Gemeinden sind eigenständige Pfarr-/Kirchengemeinden

Am 15. Dezember 1974 wurden in Neckargemünd die Gemeinden St. Franziskus und Stephanus als Ökumenisches Kirchenzentrum gegründet. Am 21. und 22.  August 1982 wurde, nach einigen Jahren in einer behelfsmäßigen Baracke, das Gebäude der ARCHE St.Franziskus/Stephanusgemeinde in Neckargemünd eingeweiht.

Am 6. und 7. Dezember 1975 wird das Ökumenische Zentrum  in Würzburg-Lengfeld eingeweiht.

Am 5. Dezember 1976 wird das Ökumenische Zentrum St.Jakobus/Pilgerpfad in Frankenthal eingeweiht.

Am 1. und 2. November 1980 wird das Ökumenische Zentrum St.Jakobus/Philippuskirchengemeinde in Darmstadt-Kranichstein eingeweiht.

1982 wird das Ökumenische Kirchencentrum St.Maximilian Kolbe/Bonhoeffergemeinde in Hannover-Mühlenberg eingeweiht.

Am 7. Dezember 1986 wird das Ökumenische Zentrum St.Maximilian-Kolbe/Martin-Niemöller-Kirche in Nürnberg-Langwasser eingeweiht.

Am 15. Dezember 1988 wird das Ökumenische Zentrum St.Thomas Morus/Versöhnungsgemeinde in Karlsruhe-Oberreut eingeweiht.

Am 2. Dezember 1990 wird das Ökumenische Zentrum Vater-unser-/Christuskirchengemeinde in Böblingen-Diezenhalde eingeweiht.

Am 4. Mai 2005 wird das Ökumenische Zentrum St.Florian/Sophienkirche in München Messestadt Riem eingeweiht.

Liste der Ökumenischen Zentren – eine oder beide Gemeinden sind Filialgemeinden

1971 wird das Ökumenische Gemeindezentrum in Stuttgart-Asemwald eingeweiht, die ökumenisch genutzte Kapelle am 21.9.1997.

Am 14. Oktober 1973 wird das Ökumenische Zentrum Liebfrauengemeinde/Thomaskirche in Marburg-Richtsberg eingeweiht.

Am 15. Dezember 1973 wird das Ökumenische Gemeindezentrum in Karlsruhe-Bergwald eingeweiht.

Am 31. März 1974 wird das Ökumenische Zentrum Frieden Christi/Olympiakirche in München eingeweiht.

Am 21. September 1974 wird das Ökumenische Zentrum St.Stephanus in Lüneburg-Kaltenmoor eingeweiht.

1974 wird das Ökumenische Gemeindezentrum Heilig-Geist/Versöhnungskirche in Ratingen-West eingeweiht.

Am 14. Dezember 1975 wird das Ökumenische Zentrum St.Ansgar/Petruskirche in München-Solln eingeweiht.

1976 wird das Ökumenische Zentrum Wertheim-Wartberg eingeweiht.

1976 wird das Gemeinsame Kirchenzentrum St. Franziskus in Meschede eingeweiht.

Am 28. November 1976 wird das Ökumenische Zentrum  St.Vizelin/St.Johannisgemeinde in Hameln-Klein Berkel eingeweiht.

Am 28. November 1976 wird das Ökumenische Zentrum St.Andreas/Jakobus in Hagen-Helfe eingeweiht.

Am 23. April 1978 wird das Ökumenische Zentrum St.Georg/Johannesgemeinde in St.Georgen/Schwarzwald eingeweiht.

Am 20. Januar 1980 wird das Ökumenische Zentrum in Stuttgart-Neugereut eingeweiht.

1980 wird das Ökumenische Zentrum St.Birgitta/Thomasgemeinde in Kiel-Mettenhof eingeweiht.

1980 wird das Ökumenische Zentrum St. Johannes der Täufer/Matthäusgemeinde in Offenburg-Weier eingeweiht.

Am 20. September 1980 wird das Ökumenische Zentrum Herz Jesu/Versöhnungsgemeinde in Stegen eingeweiht.

1981 wird das Ökumenische Gemeindezentrum „Arche“ in Zimmern ob Rottweil eingeweiht.

1982 wird das Ökumenische Zentrum am Brüser Berg St. Edith Stein / Emmauskirche in Bonn eingeweiht.

1983 wird das Ökumenische Gemeindezentrum St. Franziskus in Ulm-Wiblingen eingeweiht.

Am 29. Oktober 1983 und 27. Januar 1985 wird das Zentrum „Kirche in Grünau“ St.Martin/Pauluskirchgemeinde in Leipzig-Grünau eingeweiht.

1985, 1995 mit einem Neubau, wird das Ökumenische Zentrum in Neckarelz eingeweiht.

1986 wird das Ökumenische Zentrum Peter und Paul in Aalen eingeweiht.

1986 wird das Ökumenische Zentrum Heilig Geist Kirche in Börtlingen eingeweiht.

Im September 1986 wird das Ökumenische Zentrum St. Stephanus/Stephanushaus in Nürtingen-Rossdorf eingeweiht.

Am 25. Oktober 1987 wird das Ökumenische Zentrum St.Clemens/St.Andreas in Nürnberg-Thon eingeweiht.

Am 13. März 1988 wird das Ökumenische Gemeindezentrum Hl. Dreifaltigkeit/Versöhnungskirche in Heidenheim-Mittelrain eingeweiht.

Am 10. Juni 1988 wird das Ökumenische Haus der Begegnung MARIA UND JOHANNES UNTER DEM KREUZ in Waiblingen-Korber Höhe eingeweiht.

1988 wird das Ökumenische Kirchenzentrum Heilig-Geist in Ahnatal-Kammerberg eingeweiht.

1990 wird das Ökumenische Gemeindezentrum Maria Trost in Tamm-Hohenstange eingeweiht.

Am 11. Oktober 1992 wird das Ökumenische Kurseelsorgezentrum Emmauskirche in Bad Griesbach eingeweiht.

1993 wird das Ökumenische Zentrum St.Stephan/St.Martin in München-Putzbrunn eingeweiht.

Am 3. Oktober 1993 wird das Ökumenische Gemeindezentrum St. Franziskus/Nikodemuskirche in Sindelfingen-Hinterweil eingeweiht.

1998 wird die Ökumenische Heilig-Geist-Kirche in Remseck-Pattonville eingeweiht.

1998 wird das Ökumenische Zentrum Kirch am Eck der Gemeinden St. Michael und Eberhardsgemeinde in Tübingen eingeweiht.

Am 19. Oktober 1999 wird das Ökumenische Zentrum St.Heinrich/Maria Magdalena in Fürth-Kalbsiedlung eingeweiht.

2002 wird die „Kirche im Vauban“ in Freiburg-Vauban eingeweiht.

Am 30. November 2003 wurde das Ökumenische Zentrum St.Ida in Gelsenkirchen eingeweiht.

Am 25. Juli 2004 wurde das Ökumenische Zentrum St. Maria Magdalena in Freiburg-Rieselfeld eingeweiht.

Liste der ökumenischen Zentren – Häuser der Begegnung ohne regelmäßigen Gottesdienst der Ortskirchen

Am 23. Juni 1968 wird das Ökumenische Lebenszentrum in Ottmaring eingeweiht.

1974 wird das Ökumenische Tagungs- und Gästehaus Stiftung Kloster Frenswegen in Nordhorn eröffnet.

Am 13. Dezember 1975 wird das Ökumenische Thomasgemeindehaus in Kornwestheim eingeweiht.

Am 10. Oktober 1976 wird das Ökumenische Gemeindehaus in Heiningen eingeweiht.

Am 7. Juni 1978 wird das Ökumenische Zentrum der Hochschulgemeinde in Stuttgart-Vaihingen eingeweiht.

Im September 1978 wird das Ökumenische Zentrum Christuskirche in Frankfurt/Main eingeweiht.

Am 19. September 1987 wird das Haus der Kirchen in Erkrath-Hochdahl eingeweiht.

Das Haus der Kirche in Lustadt wird eingeweiht.

Am 20. September 1989 wird das Ökumenische Gemeindezentrum in Wetzlar-Naunheim eingeweiht.

1990 wird das Ökumenische Informationszentrum in Dresden eröffnet.

1993 wird das Ökumenische Zentrum Ezach in Leonberg-Eltingen eingeweiht.

1995 wird das Ökumenische Zentrum Katakombe in Stuttgart-Bad Cannstatt eingeweiht.

Im Januar 1997 wird das Ökumenische Kirchenzentrum Neue Mitte in Oberhausen eröffnet.

1997 wird das Ökumenische Zentrum Oldenburg eingeweiht.

Am 22. Februar 2000 wird das Ökumenische Zentrum Burgholzhof in Stuttgart-Bad Cannstatt eingeweiht.

2000 wird das Ökumenische Bildungszentrum sanctclara in Mannheim eröffnet.

2002 wird St. Nikolaus zum Ökumenischen Zentrum der City-Seelsorge in Aachen.

Im August 2008 wird das Ökumenische Familienzentrum Haranni in Herne eingeweiht.

Am 5. Dezember 2008 wird die Ökumenische Kapelle im Ökumenischen Forum in Hamburg-Hafencity eröffnet.

Am 1. April 2012 wird das evangelische Gemeindehaus zum Ökumenischen Gemeindehaus in Nürtingen-Oberensingen.

Liste der ökumenischen Zentren, die nicht (mehr) mit der Trägerschaft aus den großen Volkskirchen bestehen

Am 13. August 1986 wird das Raum der Stille im DUCKDALBEN international seamen´s club im Hamburger Hafen eröffnet – evangelischer Träger.

Am 1. Advent 1997 wird das Ökumenische Gemeindezentrum Versöhnungskirche in Potsdam-Kirchsteigfeld eingeweiht, evangelische und evangelisch-methodistische Trägerschaft.

Im Juni 2009 wird das Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum in Magdeburg eröffnet – Träger: Evangelische Kirche in Mitteldeutschland.

Adenau, Ökumenisches Gemeindezentrum Johanniter-Komturei, 1979-2003

Baunatal, Evangelisch-Katholisches Kirchenzentrum, 1973-2014

Bielefeld-Sennestadt, Beckhof-Kirche, 1959-2009

Bochum-Querenburg, Ökumenisches Forum, Apostelkirche im Unicenter, 1975-2012

Essen-Kettwig, Ökumenisches Gemeindezentrum St. Matthias, 1983-2014.

Gärtingen, Evangelisch-Katholisches Gemeindehaus, 1973-2014

Hamburg-Bergedorf, Ökumenisches Zentrum FesteBurg, 2001-2005

Karlsruhe, Ökumenisches Gemeindezentrum Maria Magdalena, 1996-2011

München-Neuperlach, Stephanszentrum, 1975-2009

Recklinghausen-Quellberg, Ökumenisches Gemeindezentrum Arche Hillerheide, 1982-2009

Schwelm, Ökumenisches Zentrum Heilig Geist, 2005-2010

Siegen-Fischbacherberg, Gemeinsames Kirchenzentrum, ?-?

Literatur

Gerald Hagmann: Ökumenische Zusammenarbeit unter einem Dach: Eine Studie über evangelisch-katholische Kirchen- und Gemeindezentren. Leipzig 2007 (Evangelische Verlagsanstalt)

Weblinks

Verzeichnisse Ökumenischer Zentren